Leopardgecko Terrarien einrichten geht einfach- wenn man weiß wie!

Leopardgecko schaut aus Höhle Bodengrund Sandlehm-Gemisch Terrarium Einrichtung
Auch wenn sie keinen Gesichtsausdruck haben- Leopardgeckos können sehr wohl glücklich aussehen. Foto: I. Zipfel

 

 

Ein Leopardgecko-Terrarium soll schön aussehen- und die Geckos sollen sich sehr wohl fühlen. In diesem Gastartikel beschreibt Ivonn Zipfel, wie sie sich ihrem Ziel des "perfekten Terrariums" immer weiter annähert.


 

Ich bin Ivonn, 31 und komme aus Hamburg. Vor 5 Jahren zog ich zu meinem Mann nach Freiburg und lebe mittlerweile mit ihm auf einer Reitanlage im Dreisamtal. Genau wie er bin ich verrückt nach Tieren und so dauerte die Zusammenstellung unseres Zoos nicht besonders lang. Wir leben unter einem Dach mit einem Hund, zwei Katzen, acht Leopardgeckos und vier Lygodactylus conraui. Ich bin dem Hobby Terraristik völlig zufällig verfallen und kann mittlerweile den langjährigen Haltern nur zustimmen, wenn sie sagen, dass es eine Sucht ist. Immer wieder entdeckt man schöne, interessante Reptilienarten und ich denke nicht, dass mein kleiner Zoo klein bleiben wird.


Leopardgecko-Terrarien einrichten

Leopardgecko Terrarien-Turm Holz-terrarium OSB-Terrarium
Dieser Terrarien-Turm ist nicht nur ein Blickfang, sondern auch ein toller Lebensraum für die Leopardgeckos. Foto: I. Zipfel

Einige Jahre bin ich nun schon den geschuppten Zwergen verfallen. Es fing alles etwas holprig an, mit einem Pärchen in einem nicht wirklich geeigneten Terrarium. Schnell sollten noch zwei Weibchen einziehen, also kaufte ich nach nicht mal einem Monat schon das nächste, doppelt so große Terrarium.  Diesmal richtete ich es geeigneter ein, aber auch damit war ich nicht zufrieden. Immer mehr las ich von naturnahen Terrarien, schaute mir Bilder an, suchte Ideen. Und so kam es, dass ich mein "Projekt Terrawand" startete, als meine vier Geckos in der Winterruhe waren.

Das Männchen war mittlerweile getrennt von den Weibchen untergebracht. Die Mädelsgruppe harmonierte und ich wollte noch mehr Tiere bei mir aufnehmen. Also baute ich einen Turm aus zwei Terrarien mit den Maßen 150x60x60cm und einem mit den Maßen 100x60x60cm. So hatte ich neben diesem in der Mitte noch Platz für ein Schrankfach. Hier sollte die Technik untergebracht werden.   Über Quetschspalten wird immer wieder diskutiert, da ich aber keine glatte Rückwand wollte, gestaltete ich eine mit Bauschaum, Fliesenkleber und Farbe. Der Boden war der Teil, auf den ich besondere Aufmerksamkeit legte. Ich hatte auf dieser Seite einen Beitrag gelesen, den ich sehr interessant fand. Ein wirklich naturnah gestaltetes Terrarium.

Ich schrieb mit der Autorin und Halterin einige Nachrichten und sie gab mir tolle Tipps. Ich räumte also unseren Wald leer und versuchte nun in meinen Terrarien die Natur nachzugestalten. Der Boden ist aus dem Wald, der hier einen hohen Lehmanteil hat. Ich brachte ihn feucht ins Terrarium ein und gestaltete mit Hilfe von Steinen, Ästen und Schieferplatten verschiedene Schichten im Boden. Höhlen, die bis auf den Grund gehen und so feucht-kalte Rückzugsmöglichkeiten boten. Ich sammelte Gräser und kaufte auch einige im Sommerschlussverkauf im Gartencenter. Ich versuchte, alles wild aussehen zu lassen und zufällig anzuordnen.  Steine die bereits im Boden waren, ließ ich drin. Das machte alles noch unstrukturierter.

Wann ist ein Terrarium eigentlich fertig eingerichtet?

Leopardgecko jagd Grille Steine Terrarium Einrichtung
In einem abwechslungsreich eingerichteten Terrarium wird die Jagd auf Insekten zur Herausforderung- eine einfach Methode des "behavioural enrichment". Foto: I. Zipfel

Als ich damit zufrieden war, brachte ich die Technik ein. Ein von meinem Mann programmiertes Tool sorgt für einen animierten Sonnenauf- und untergang. Die Wärmelampen sind über Zeit und Temperaturfühler gesteuert und schalten sich zeitweise ein, um bei Einbruch der Dunkelheit Wärmeplätze zu schaffen. Nach der Winterruhe erkundeten meine Tiere (mittlerweile 1.7) neugierig ihr neues Heim. Zwei meiner sonst eher scheuen Tiere zeigten sich dieses Jahr deutlich öfter als die Jahre zuvor. Ich denke, dass ihnen die Sträucher und vielen Versteckmöglichkeiten mehr Sicherheit geben und genieße die Abende, an denen sie auf Nahrungssuche das Terrarium durchstreifen. Die nächste Winterruhe steht an und ich habe schon wieder einen Umbauplan erstellt. Die Quetschspalten werden weichen. Ich habe Rückwände besorgt, die nur der Optik wegen eingebaut werden. Sie sind weniger tief, als meine gestaltete Rückwand. Ich möchte mich noch mehr auf die Gestaltung des Bodens konzentrieren. Dazu brauche ich Platz. Ich hoffe mich jedes Jahr zu steigern und suche immer nach neuen Inspirationen, um meinen Tieren ein langes, naturnahes Leben zu ermöglichen.

Fotogalerie: Detaileindrücke der Leopardgecko-Terrarien

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